Hartmut Neuendorff / Gerd Peter / Frieder O. Wolf (Hrsg.)

Arbeit und Freiheit im Widerspruch?

Bedingungsloses Grundeinkommen – ein Modell im Meinungsstreit

224 Seiten | 2009 | EUR 17.80 | sFr 31.00
ISBN 978-3-89965-353-3 1

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Kurztext: Das bedingungslose Grundeinkommen bleibt umstritten. In diesem Band diskutieren Anhänger wie Kritiker aus Wissenschaft und Gewerkschaften ihre unterschiedlichen, teilweise gegensätzlichen Positionen.

Inhalt & Leseprobe:

VSA_Neuendorff_Arbeit_Freiheit.pdf122 K

Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle findet sich in den unterschiedlichsten politischen Strömungen der Gesellschaft. Vielen gilt sie als notwendige Antwort auf die Krise des Sozialstaats, auf Massenarbeitslosigkeit und zunehmende gesellschaftliche Spaltung. In der Entkoppelung von Arbeit und Einkommen wird eine Lösungsmöglichkeit für die Herausbildung einer auf Emanzipation ausgerichteten Zivilgesellschaft gesehen, die sich von dem arbeitspolitischen Ziel der Vollbeschäftigung ver­abschiedet. Diese Vorstellungen sind insbesondere für Gewerkschaften als den Organisationen der Arbeit eine Herausforderung.

"Es ist an der Zeit, den Freiheitsbegriff für Arbeitspolitik wieder 'in Besitz' zu nehmen und der bürgerlichen Gesellschaft ihren einstigen Kampfruf nach 'Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit' vorzuhalten. Dabei gilt es, den scheinbaren Widerspruch in der Arbeitswelt zwischen kollektiver Freiheit (Mitbestimmung und Demokratie) und individueller Freiheit (persönlich 'Nein' sagen können) aufzulösen." (aus dem Vorwort von Dieter Scholz)

Inhaltsübersicht
(ein detailliertes Inhalts- und ein AutorInnenverzeichnis sowie drei Leseproben gibt es in der pdf-Datei)

Vorwort: Den Freiheitsbegriff wieder in Besitz nehmen
Einführung: Arbeits- und Bürgergesellschaft im Widerstreit
Das bedingungslose Grundeinkommen als Antwort auf die Krise von Arbeitsmarkt und Sozialstaat
Armut, Bedürftigkeit und soziale Ungleichheit in einer Ökonomie des Überflusses
Befreiung der Arbeit durch ein bedingungsloses Grundeinkommen
Für eine demokratische Erneuerung der Arbeitsgesellschaft
Staatsbürgerschaft und bedingungsloses Grundeinkommen
Kritische Überlegungen zur Beziehung von Grundeinkommen, Freiheit und Souveränität
Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist bezahlbar und wirtschaftspolitisch sinnvoll
Das bedingungslose Grundeinkommen – eine "Verharmlosung" von Arbeitslosigkeit und Arbeit
Die Vielfalt der Möglichkeiten ist bestechend
Fünf Spaltpilze für solidarische Politik und ein Vorschlag zur Güte
Worum es gesellschaftspolitisch beim bedingungslosen Grundeinkommen geht
Warum bedingungsloses Grundeinkommen und Vollbeschäftigung keine Alternative sind
Nein zum Grundeinkommen, ja zum Grundanliegen
Befreiung von der Arbeit oder in der Arbeit?
Schlussfolgerungen für die Gewerkschaften aus der Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen
Die neue Aktualität sozialer Grundsicherung

Die Herausgeber:
Hartmut Neuendorff, pensionierter Professor für Arbeitssoziologie an der TU Dortmund; Gerd Peter, langjähriger Geschäftsführender Direktor der Sozialforschungsstelle Dortmund und Mitinitiator des "Forum Neue Politik der Arbeit"; Frieder O. Wolf, Honorarprofessor für Philosophie an der FU Berlin, Mitinitiator des "Forum Neue Politik der Arbeit" und Koordinator des europäischen Netzwerks "Sustainability Politics".

AutorInnen: Dieter Scholz, Gerd Peter / Christina Meyn, Claus Offe, Joachim Bischoff, Hartmut Neuendorff, Gerd Peter, Thomas Loer, Andreas Peter, Ute L. Fischer / Helmut Pelzer, Karl Georg Zinn, Sascha Liebermann, Daniel Kreutz, Werner Rätz, Frieder Otto Wolf, Heinz Stapf-Finé, Detlef Hensche, Wolfgang Uellenberg-van Dawen, Richard Detje / Horst Schmitthenner

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