![]() | Jürgen Peters Aufbruch in Zeiten des Umbruchs Reden und Schriften für eine starke IG Metall Herausgegeben von Georgios Arwanitidis, Claus Matecki und Hans-Jürgen Urban 248 Seiten; Leinen mit Schutzumschlag (2007) EUR 19.80 sFr 35.10 ISBN 978-3-89965-272-7 | |
Kurztext: Die entscheidende Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts lautet: Haben sich die Menschen den Gesetzen des Marktes zu unterwerfen, oder passen wir Märkte und Globalisierung unseren Lebensentwürfen und unserer Vision eines besseren Lebens an? Sind wir Herren oder Knechte? Die Welt befindet sich in einer krisenhaften Umbruchphase. Alle gesellschaftlichen Akteure stehen vor der Anforderung, sich politisch und programmatisch auf die Höhe der Zeit herauf zu arbeiten. Wir leben in einer neuen Phase der historischen Entwicklung, in einem globalen Kapitalismus neuen Typs. Dieser neue Kapitalismus ist mächtiger und produktiver denn je. Er vollbringt wahre Wunder in der immer effizienteren Produktion des materiellen Reichtums. Aber er versagt bei der gerechten Verteilung. Theoretisch wäre ein Wohlstand für alle möglich. Tatsächlich bringt das System Armut für immer mehr Menschen. Es beutet Menschen und die natürlichen Lebensgrundlagen aus, um den Reichtum Weniger zu mehren. Die IG Metall ist nicht aus Beton! Die Gründungsväter der Gewerkschaften waren Geburtshelfer von Selbsthilfe, Menschenrechten und Solidarität im heranstürmenden Kapitalismus. In der Zeit der großen Depression und des Faschismus galt es, die Prinzipien der Menschenwürde und der Humanität gegen die Barbarei zu verteidigen. Die Nachkriegsgeneration baute Demokratie und Sozialstaat auf; aus der Klasse unterdrückter Lohnabhängiger sollten Bürger mit sozialen und politischen Grundrechten werden. Dass es heute für Gewerkschaften oftmals schwieriger ist, Kolleginnen und Kollegen unter einen Hut zu bringen, hat tiefere Ursachen. Die Gesellschaft und mit ihr die Arbeitnehmerschaft ist vielfältiger geworden. Die IG Metall ist eine politische, aber sie ist auch eine soziale Einheitsgewerkschaft. In ihr organisieren sich die verschiedensten Arbeitnehmergruppen aus Klein-, Mittel- und Großbetrieben der Branchen der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie, aus der Holz- und Kunststoff-, der Textil- und Bekleidungsindustrie. Alle bringen ihre unterschiedlichen Berufserfahrungen und Arbeitsmarktchancen mit. Und sie bringen unterschiedliche Lebensentwürfe in ihre IG Metall ein. Das ist kein Nachteil, sondern ein Vorteil. Wo Vielfalt zur Normalität geworden ist, muss politische Einheit immer neu erarbeitet werden. Sie ergibt sich nicht im Selbstlauf. Sie kann nur hervorgehen aus einem kontroversen und engagierten Meinungsaustausch und aus dem festen Willen, gemeinsam Vereinbartes dann auch gemeinsam durchzusetzen. Man mag das als neue Debattenkultur bezeichnen, oder einfach als kollegialen Umgang miteinander. Vielleicht könnte dabei auch ein wenig mehr Gelassenheit nicht schaden. Und ein bisschen Humor. Aber wie sagte der Kabarettist Werner Fink so schön: "Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen." Der Autor: Die Herausgeber: Inhaltsübersicht (ein ausführliches Inhaltverzeichnis sowie Leseproben in der pdf-Datei) Vorwort von Michael Sommer Vorwort der Herausgeber Reformkraft für eine gerechte, demokratische und nachhaltige Arbeitsgesellschaft Die IG Metall am Beginn des 21. Jahrhunderts Neuvermessung der gewerkschaftlichen Betriebs-, Tarif- und Arbeitspolitik Zerstören, stabilisieren oder reformieren? Die Vier-Tage-Woche: ein Modell für Deutschland? Über den falschen Umgang der Gesellschaft mit der Zeit Verhandeln auf gleicher Augenhöhe Der Arbeitskampf bei AEG in Nürnberg Die unbewältigte Herausforderung der deutschen Einheit Neue Perspektiven durch Gute Arbeit Gegen den neoliberalen Umbau der Gesellschaft – Perspektiven des Sozialstaats Mut zur Gerechtigkeit Preisgabe des Sozialstaats Alternativen für einen Politikwechsel Ein gewerkschaftliches Zukunftsprojekt Lernende Organisation Was heißt heute konservativ? Zehn Thesen zum Verhältnis von Gewerkschaften und Parteien Auf dem Weg zu einem Neuen Europäischen Sozialmodell Die solidarische Erneuerung des Europäischen Sozialmodells Die Chancen der Währungsunion nutzen Solidarische Erneuerung des Europäischen Sozialmodells als sozialdemokratisches Kernprojekt Der Weg der IG Metall in Europa "Für ein solidarisch erneuertes Europa" Für eine Globalisierung mit menschlichem Antlitz Der Irrweg neoliberaler Globalisierung Für eine neue internationale Finanzarchitektur Die Welt sitzt auf dem Pulverfass Politik gegen die Finanzmärkte Tradition und Aktualität der Arbeiterbewegung Der Streik in Schleswig-Holstein 1956/57 Lohnfortzahlung – 40 Jahre später erfolgreich verteidigt 60 Jahre Befreiung vom Faschismus: Konsequenzen für die Demokratie Annäherungen an Wolfgang Abendroth Otto Brenner: Demokrat und Sozialist |
|