![]() | Brigitte Pick Kopfschüsse Wer PISA nicht versteht, muss mit RÜTLI rechnen 184 Seiten, Klappenbroschur (2007) EUR 14.80 sFr 26.60 ISBN 978-3-89965-222-2 Kurztext: Brigitte Pick, bis zum Jahr 2005 für 22 Jahre Leiterin der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln, fasst in diesem Buch ihre Erfahrungen von 36 Jahren an der pädagogischen Front zusammen. | |
Die Rütli-Schule in Berlin-Neukölln geriet im März 2006 in die Schlagzeilen: Lehrer hatten in einem "Brandbrief" Hilferufe an die Schulverwaltung gerichtet, weil sie anders der Gewalt, die durch die Schüler ausgeübt würde, nicht mehr standhalten könnten. Brigitte Pick beleuchtet nicht nur den Notruf aus Neukölln, der die "Krawall-Schule" bundesweit bekannt werden ließ, sie analysiert auch kritisch die dadurch ausgelöste innenpolitische Debatte über das Schulsystem in Deutschland und die Integration von Immigrantenkindern. In einfühlsamen Schilderungen von Schülern, die zu Leistungsverweigerern und von Lehrern, die zu Partisanen werden, verweist sie auf die Brennpunkte mitten in unserer Gesellschaft: "Die Geschichten aus der Rütli-Schule wiederholen sich in den Schulen dieser Republik." Ihre Intervention ist ein Beitrag zur Bildungsdebatte für LehrerInnen, Eltern und alle an einer fortschrittlichen Pädagogik Interessierten, die nicht resignieren wollen. "In ihrem Buch ... habe sie den Kindern ein Gesicht geben wollen, um die es eigentlich ging... Es sind traurige Geschichten aus kaputten Familien, manche sind skurrile Begebenheiten. In anderen geht es um ausgebrannte Lehrerinnen. Um die Ängste der Lehrer vor ihren Schülern und vor dem Fremden... 'Es geht nicht um eine individuelle Abrechnung. Ich will die Strukturen der Schule in Frage stellen.'" "Man muss schon einen Sockenschuss haben, wenn man die Kopfschüsse nicht erkennt, die allfällig sind und zwar bei allen Beteiligten in der Schule." Brigitte Pick wurde 1946 in Berlin-Zehlendorf geboren. Sie besuchte dort die Grundschule und das Gymnasium. Von 1966 bis 1969 studierte sie an der Pädagogischen Hochschule Berlin Geschichte und beteiligte sich an den studentischen Protesten und Initiativen in der Hochschule. Von 1969 bis 2005 war sie ohne Unterbrechung im Berliner Schuldienst tätig. 1969 arbeitete sie ein halbes Jahr lang an einer Sonderschule für Lernbehinderte, ehe sie 1970 an die Rütli-Schule im Bezirk Neukölln wechselte, deren Leitung sie 1983 übernahm. 2005 schied sie aus gesundheitlichen Gründen aus dem Dienst aus. Die negativen Schlagzeilen zu ihrer ehemaligen Schule und der Medienterror im März 2006 veranlassten sie, ihre Erfahrungen von 36 langen Jahren an der pädagogischen "Front" zu Papier zu bringen. Inhalt Wie es ist, so bleibt es? (Leseprobe) Wie alles anfing Drei Glieder – eine Amputation Fremde Vagabunden Knallhart: Ohne Alternativen? Tanz und T-Shirts Rütli: wie es wurde, was es ist Zum Weiterlesen |
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