Dieter Boris / Anne Tittor
Der Fall Argentinien
Krise, soziale Bewegungen und Alternativen
144 Seiten   (2006 | Nicht mehr lieferbar )
EUR 11.80   sFr 21.40
ISBN 3-89965-166-9

Kurztext:
Anne Tittor und Dieter Boris untersuchen Ursachen und Folgen der argentinischen Krise und gehen der Frage nach, was aus den tastenden Versuchen einer schwierigen Abkehr von neoliberaler Politik zu lernen ist.

Die argentinische Gesellschaft hat erst vor wenigen Jahren (2001/2002) eine tiefgreifende Krise erlebt. Die Zahlungen an private und öffentliche Gläubiger wurden zeitweise eingestellt bzw. einseitig erheblich reduziert. Eine große Protestbewegung erfasste das Land und die herrschenden politischen Kräfte schienen unfähig, die Krise zu bewältigen.

Die neoliberale Politik der 1990er Jahre war am Ende. Auch in anderen lateinamerikanischen Ländern hat inzwischen eine Abkehr vom neoliberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell stattgefunden.

Fünf Jahre später haben sich die Verhältnisse in Argentinien halbwegs "normalisiert". Ein "revolutionärer Umbruch" ist ausgeblieben. Präsident Kirchner ist es gelungen, mit einer Mischung aus Beschneidung der Interessen der Gläubiger und einer nachfragestimulierenden Wirtschafts- und Sozialpolitik die argentinische Gesellschaft aus der Situation der scheinbaren Unregierbarkeit herauszuführen. Die Verabschiedung vom Neoliberalismus erfolgt dabei in kleinen Schritten und ist z.T. durchaus widersprüchlich.

Die AutorInnen:
Dieter Boris ist Professor am Institut für Soziologie an der Philipps-Universität in Marburg. Anne Tittor ist Studentin der Politikwissenschaft und Soziologie an der Philipps-Universität in Marburg.

 

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